Ganz schön gut und nicht so schwierig …

Pasta selber machen?

Das habe ich bisher nicht getan. Sooo viel Pasta essen wir nicht. Aber da wir jedes Brot, Kuchen, Kekse uvm. nun komplett selber produzieren, lag die Sache nah.

Dies ist ein Anfänger Erfahrungsbericht, keine Profi Anleitung. Aber vielleicht mit ein paar nützlichen Tipps.

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Spätzle und Knöpfle – kein Problem. Aber andere Nudelarten so ganz ohne Hilfsmittel? Gar nicht so einfach. Die ersten Versuche, den Pastateig von Hand auszurollen, waren nicht so toll. Viel zu dick.

Wie beim Brot musste ich mit dem Teig erst experimentieren: Mit und ohne Ei, Hart- und/oder Weichweizengrieß, deutsche oder italienische Mehle?

Es gibt so viele Rezepte und Websites und Überzeugungen zum Thema Pasta machen – hier meine ganz persönliche Ergebnisse aus dem Experimentierprozess.

No 1: Italienische Mehle: Tipo 00 mit Ei, Semola und Hartweizengrieß ohne Ei.

No 2: Megawichtig: Teig kneten – seeehr lange.

No 3 : Teig nicht austrocknen lassen. Immer schnell wieder in Folie packen.

No 4: Es gibt sicher tolle Pastamaschinen. Für den Anfang tut es was ganz einfaches und günstiges. Macht es Spaß: Weihnachten, Ostern oder der Geburtstag kommen bestimmt.

No 4: Geduld. Nicht gleich für die ganze Großfamilie produzieren. Für zwei Personen ein durchaus vertretbarer Zeitaufwand für ein leckeres Ergebnis.

Ravioli mit Räucherlachs-Ricotta-Rucola Füllung

Heute habe ich Ravioli produziert. Mit einer Räucherlachs, Ricotta, Pistazien, Rucola Füllung. Die fertigen Ravioli auf Räucherlachsstreifen mit Gran Padano Chips und viel frischen Pfeffer und einem Klecks Sahne serviert. Dazu den restliche Rucola als Salat mit Balsamico Dressing und gerösteten Pinienkernen.

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Man braucht:
Semola
Räucherlachs
Rucola
gehackte Pistazien
Pinienkerne
Öl und weißen Balsamico
Ricotta

Pastateig
100 g Semola
50 g Wasser
2 EL Olivenöl

Mindestens 10 Minuten mit der Hand kneten, bis ein glatter elastischer Teig entsteht. Ruhen lassen in Folie.

Füllung
Räucherlachs sehr klein schneiden, ebenso den Rucola, Ricotta oder körnigen Hüttenkäse dazu, gehackte Pistazien und mit Salz und grobem Pfeffer würzen. Verrühren und durchziehen lassen.

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Den Pastateig portionsweise zwei bis dreimal durch eine Nudelmaschine laufen lassen, immer dünner werdend. Unsere ist ein einfachstes manuelles Modell. Die Nudelplatten auf ein mit Semola bestäubtes Brett ausbreiten und Ränder begradigen.

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In gleichmäßigen Abständen Häufchen mit der Füllung auf die Platte setzen, Größe und Abstand könnt ihr selber bestimmen. Je nachdem, wie groß die Ravioli werden sollen.

Jetzt alles mit einer weiteren, gleich großen Platte bedecken. Die obere Platte sanft festdrücken. Jetzt kann man Quadrate schneiden und die Ränder mit einer Gabel festdrücken.  Einfacher geht es mit diesem Raviolischneider, der alles in einem Arbeitsgang bewältigt. Schon eine Hilfe!

Hier mal ein Video zu diesem Prozess: https://www.youtube.com/watch?v=TJPYR4MvKv8

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Ich lege die fertigen Teile auf ein Backpapier, da kleben sie nicht.

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Leicht antrocknen lassen und in kochendes Wasser geben. Ich habe diese Ravioli 3 1/2 Minuten in Salzwasser gekocht. Darauf achten, dass alle Teigtaschen gut geschlossen sind.

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Farfalle auf Vorrat

Ich habe die doppelte Menge Teig gemacht und schnell noch ein paar Farfalle produziert, die getrocknet werden.

Dazu wird die dünne Teigplatte in Quadrate geschnitten und jedes Quadrat in der Mitte mit den Fingern eng zusammengedrückt, so dass eine Schleife entsteht.

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Hat Spaß gemacht, war frisch und sehr lecker. Mit Raviolifüllungen werde ich sicher noch ganz kreativ werden, da geht nämlich mehr als Spinat und Ricotta.

Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen, wird allerdings auf Dauer schneller von der Hand gehen. Aus dem Regal kaufen ist ab sofort keine Alternative mehr.

 

 

 

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