Sesamringe – türkisch lecker!

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Low Carb macht sicher Sinn! Auch für mich. Aber wie bitte soll ich es ohne den Duft und den Geschmack von frischgebackenem Brot aushalten? Und ich meine eines mit Weizen- oder Roggenmehl, in dem die Hefe oder der Sauerteig Blasen geschlagen haben und man während des Backens wie gebannt durch das Fenster des Backofens starrt, um den richtigen Moment nicht zu verpassen: in dem man die Ofentür öffnet und das heiße Blech mit dem köstlichen Backwerk auf den Küchentresen hebt und es einem warm wird ums Herz und das Wasser im Mund zusammen läuft.

Simits

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Also lasst uns heute türkische Simits backen. Sesamringe, die man den ganzen Tag über essen kann und die einfach zu allem passen. Im Internet kursieren mehr als ein Dutzend Rezepte, die sich z.T. dramatisch unterscheiden. Meines ist wieder ein wenig anders als alle anderen.  Aber Achtung: auch dieses verlangt etwas Langmut und Engagement beim Handling des Teigs. Stichwort: klebrig!

Für sechs Ringe braucht man 550 g Mehl und einiges mehr bei der Verarbeitung. Eigentlich sollten sechs auf ein Backblech passen. Heute waren meine zu groß.  Also habe ich zwei Bleche mit je drei Ringen gebacken. Nicht so schlimm bei 15 Minuten Backzeit.

550 g 405er Weizenmehl
1/2 Würfel frische Hefe
1 gestrichener TL Salz
1 TL Zucker
300 ml lauwarmes Wasser und etwas zum Anlösen der Hefe
200 g Sesam
100 ml Zuckerrübensirup plus 100 ml Wasser

Mehl in Rührschüssel. Mulde bilden. Salz auf den Rand der Mulde. Zerbröselte Hefe, Zucker und etwas lauwarmes Wasser in die Mulde. Leicht mit Mehl abdecken und etwas gehen lassen.

Sesamsaat in Pfanne oder Ofen braun rösten. Rübenkrautsaft und Wasser vermischen.

Den Teig vermengen und mit der Küchenmaschine zu einem weichen, klebrigen Teig verarbeiten. Der bleibt dann auch klebrig. Beim Weiterverarbeiten großzügig Mehl einsetzen und sich auf eine kleine Reinigungs-Orgie einstellen.
Ich lasse den Teig eine Stunde im Backofen bei 50 Grad gehen. Dann sechs Kugeln bilden und auf einem bemehlten Brett nochmal 15 Minuten gehen lassen. Mit noch mehr Mehl dann aus jeder Kugel einen Strang bilden, den Strang in sich verdrehen und zu einem Ring zusammensetzen. Weitere 30 Minuten gehen lassen. Derweil den Herd auf volle 250 Grad vorheizen.

Jetzt wird es schwierig: den immer noch sehr weichen und klebrigen Ring zuerst in der Zuckerlösung wenden und dann in dem gerösteten Sesam. Am besten in einem Suppenteller, in den der Ring passt. Ich habe mit allen Fingern gearbeitet, um den Ring überhaupt in Form zu halten  und ihn letzten Endes auf dem Backblech wieder in Form gebracht (Backpapier verwenden). Aber die Mühe lohnt.

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Den Backofen auf 200 Grad runterschalten und jedes Blech 15 Minuten backen. Nach dem Rausnehmen nur kurz abkühlen lassen und dann vom Backpapier abziehen und weiter abkühlen lassen.

Unglaublich! Aus den klebrigen, weichen Kringeln sind total geschmacksintensive, luftige Kreationen geworden. Man kann sie mit Marmelade oder Käse oder Salat genießen. Alles geht. Sie schmecken intensiv nach Sesam, sind aber trotz der Zuckerlösungstaufe keineswegs süß. Bei mir gibt es sie heute mit Schafskäse und Tomate. Macht fast ein wenig süchtig. Und lohnt den Aufwand allemal.

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